Vision vom Kirchenumbau

Im letzten Blatt der kirchlichen Nachrichten von Rodau (Ausgabe Januar/Februar 2008) wurde auf die Diplomarbeit von Herrn Jörg Bechmann aus Netzschkau verwiesen, die sich mit der Umgestaltung unserer Kirche in Rodau beschäftigte. Allerdings wird mancher beim Lesen des Artikels sich gefragt haben, wie er sich denn das alles vorstellen soll. Hier nun der Versuch etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Ein Querschnitt durch die Kirche von Nord nach Süd zeigt, wie es im Inneren aussehen soll. Etwa in Höhe der jetzigen ersten Empore ist eine Decke eingezogen worden, auf der sich nun die Kirchenbänke und der Altar befindet. In Höhe der heutigen zweiten Empore soll eine Empore eingebaut werden, deren Brüstung aus einem lichtdurchlässigem Material besteht (vielleicht eine Art Milchglas). Auf dieser Ebene wird auch die Orgel ihren Platz finden. Um in den Gottesdienstraum zu kommen, der im Bild eine Etage höher eingerichtet ist, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist der direkte Zugang über eine Brücke, die vom Rittergutsgelände aus hinüber zur Kirche führen würde. Das Portal ist also auch von unten nach oben versetzt worden. Der zweite Zugang besteht über ein Treppenhaus, das im Süden der Kirche angedacht ist, dort, wo früher der Aufgang zur Rittergutsloge für Tobertitz war. Schaut man sich die Kirche von der Dorfseite, also von Norden her, an und denkt sich einmal die Mauer weg, so dass man hineinschauen kann, dann sieht man die Bänke und den Altar stehen. Rechter Hand befindet sich die Brücke als Zugang zum Kirchenraum. Das Äußere der Kirche bleibt unverändert, bis auf die Fenster, die nicht mehr von oben nach unten ganz durchlaufen. In Höhe der eingezogenen Decke sind sie unterbrochen. Dort, wo jetzt die Sakristei ist, also im nördlichen Anbau, würde sich dann ein kleines Büro und über dem Büro die neue Sakristei befinden. Der frei werdende Raum im Erdgeschoss käme dann den Gemeinderäumen zu Gute (also Gemeindesaal, Küche, Archiv, Garderobe, Toiletten und kleiner Gruppenraum für Christenlehre und Junge Gemeinde). Hierbei handelt es sich jedoch noch nicht um zu Ende gedachte Baupläne, sondern um die Entfaltung einer Idee, wie unsere Kirche in Zukunft besser genutzt und effizienter eingerichtet werden könnte.
Pfarrer V. Schmiedel